Fugen

Da die Fugen im Vergleich zur Fliese eher unscheinbar sind, wird ihre Bedeutung häufig unterschätzt. Farbe und Breite der Fugen sind jedoch ausschlaggebend für ein harmonisches Gesamtbild des Raums. Der Kontrast zwischen Fuge und Fliese hingegen beeinflusst maßgeblich die Farbwirkung.

Der Zweck von Fugen besteht in dem Ausgleichen materialbedingter, zulässiger Abweichungen der Kantenlänge und der Rechtwinkligkeit von den angegebenen Werkmaßen. Die empfohlenen Fugenbreite ergibt sich durch die Kantenlänge der Fliesen.

Fugenanordnung
Die Anordnung der Fugen spielt eine wichtige Rolle für die Haltbarkeit des Belags. Generell kann eine Verlegung im Fugenschnitt mehr Spannungen aufnehmen, als eine Verlegung im Verband, bei der die Fugen nicht komplett durchgehen. Die eben angesprochenen Spannungen können beispielsweise durch starke Temperaturschwankungen entstehen.

Fugenmasse
Fugenmasse besteht aus dauerelastischem Material wie beispielsweise Silikon, synthetischem Kautschuk oder Kitt und kommt hauptsächlich für technische Fugen zur Anwendung.

Fugenmörtel
Bei Fugenmörtel handelt es sich um feinen Zementmörtel, bei dem durch Beimischung von Kunstharzzuschlägen eine höhere Abriebs- und Biegefestigkeit für Fliesen als Bodenbelag erreicht wird.

Fugenschnitt
Um eine einheitliche Wirkung zu erzielen, empfiehlt es sich Fliesen mit durchgehender Fuge, was auch als Fugenschnitt bezeichnet wird, zu verlegen.

Sanitärfuge
Sanitärfugen entstehen immer dann, wenn im Bad- oder Küchenbereich Fliesen an geflieste oder sonstige wasserabweisend beschichtete Wände anschließen. Da sich an diesen, nur schlecht sauber zu haltenden, Stellen gerne Staub, Seifenreste, Tropf- und Spritzwasser sammelt, empfiehlt es sich die Sanitärfugen dauerelastisch, mit einem farblich passenden Sanitärfugendichter, zu versiegeln.